Parkis Alltag

 

Sommerzeit und Medikation

Sommerzeit und Medikation

Sonnenuhr"Summertime - and the livin' is easy" - Hier irrte George Gerswin in "Porgy and Bess". Denn zu zuvörderst ist die Sommerzeit vor allem FRÜH, sehr FRÜH.

Wir alle haben es heute Morgen leidvoll erfahren - wie alle Jahre wieder. Neben der unchristlich frühen Aufstehstunde und dem Uhrenstell-Stress bewegt mich eine Frage: Wie halten wirchronisch Kranken es mit der Medikation?

Viele Medikamente, die wir chronisch Kranken schlucken müssen (zum Beispiel Levo-Dopa oder Agonisten bei Parkinson) müssen nicht nur regelmäßig eingenommen werden, sondern möglichst auch punktlich. Das hat ja durchaus seinen tieferen Sinn. Bleiben wir beimL-Dopa: Es sorgt, streng nach Verordnung regelmäßig zur rechten Stunde eingenommen, dafür, dass unser Dopamin-"Speicher" ausreichend gefüllt bleibt und es uns halbwegs oder ganz und gar erträglich geht.

Und nu? Jetzt stimmt nichts mehr vorerst. Unsere Uhren überholen uns in der Sommerzeit um eine Stunde. Wie nehmen wir jetzt unsere Medikamente?

Sollen wir eine Stunde später aufstehen, damit die Ersteinnahme wieder stimmt (und das den Tag bis in den Abend hinein fortsetzen) - kurz: Die Sommerzeit boykottieren? Da ist der Alltagsärer vorprorammiert.

Variante 2: Wie "desesibilisieren" das Zeitgefühl unseres Körpers und gleichen gefühlte und gestellte Zeit allmählich an. Viel Spaß damit - wer sonst nix zu tun hat ...-

Ich selbst halte es so: Am ersten Tag nehme ich meine ersten Pillen pünktlich und korrekt - weil ich mir eine Stunde Schlaf mehr gönne. Danach bin ich brutal zu meinem Körper und nehme die Medikamente nach der (auf Sommerzeit vorgestellten) Uhr.

Norbert
(28.03.2010)

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