Parkinson & Depression

"Wie? Du hast nicht nur diese Schüttelei? Auch noch Depressionen? Ist ja schrecklich." Wieder so eine typische Reaktion von Menschen, die bisher wenig über Morbus Parkinson wissen.

Die möglichen Zusammenhänge zwischen Parkinson und Depression sind nicht wirklich geklärt. Es gibt - grob beschrieben - zwei unterschiedliche Erklärungsversuche der Mediziner. Vereinfacht und verständlich gesagt: Es spricht einiges dafür, dass Depression ein "Betsandteil" des Morbus Parkinson ist; möglich ist, dass die depressive Erkrankung eines der frühesten Symptome der beginnenden Parkinson-Erkrankung ist (Jahre, bevor die bekannteren typischen Symptome wie Tremor auftreten).

Norbert Maas

Ein anderer Versuch, das häufige gemeinsame Vorkommen von Depression und Parkinson zu erklären, geht davon aus, dass entweder ar kein innerer Zusammenhang besteht - oder die Depression sich aus dem inneren Druck heraus entwickelt, den der Parkinson nun mal mit sich bringt.

Wichti ist in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen vorübergehenden depressiven Verstimmungen und der "echten Depression". Neben klinischen klar abzurenzenden Unterschieden ist die Depression im Gegensatz zur "depressiven Verstimmung" eine bleibende, chronische Erkrankung, die ut zu behandeln, aber nicht wirklich zu heilen ist (Aber auch dazu ibt es unterscheidliche Meinungen - frage 5 Neurologen und du bekommst 10 sehr kluge Antworten).

Ich selbst neige - wie viele Parkinson-Kranke - zum "Modell" der Depression als Teil meines Parkinson.

Es ibt Parkinson-Kranke, die leiden nicht an Depressionen - viele kennen dieses Symptom allerdings und müssen es als Teil ihres Lebens annehmen und lernen, damit umzugehen.

Mehr zum Verständnis des "ständigen Parkinson-Begleiters Depression auf den nächsten Seiten.

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